Navigation

Schulskikurs - mehr als nur Skifahren
Wie in jedem Jahr fuhren die 8. Klassen der Realschule Mellrichstadt zu einem Skikurs in die Wildschönau. Der Aufenthalt dort gefiel den beiden Klassen im Allgemeinen sehr gut.
Abfahrtszeitpunkt war um 6:30 Uhr. Deshalb mussten alle schon um 6:00 Uhr an der Schule sein, um noch die Ski (insgesamt 64) und alle Koffer in den Bus zu laden. Es herrschte ein ziemliches Durcheinander. Dann ging es los.
Wir starteten unsere Fahrt mehr oder weniger pünktlich. Außerdem hatten wir das Glück mit einem Doppeldeckerbus zu reisen. Als der Bus Schweinfurt erreichte, stiegen noch einige Schüler dort zu. Die Klassenkameradinnen der 8b freundeten sich sehr schnell mit ihnen an.
Sechs Stunden später erreichten wir unser Ziel, das Hotel Bergkristall. Zuerst wurde zu Mittag gegessen und anschließend die Zimmer bezogen. Dann ging es gleich ohne eine Verschnaufpause zum Skifahren. Wir fuhren mit einem Bus, in dem über das Radio am laufenden Band Après-ski-Musik spielte, zum Roggenbogen, damit dort alle ihre Ski anschnallen und den Hügel hochwatscheln konnten. Jeder musste dann wieder runterfahren bzw. -fallen und wurde danach in Leistungsgruppen von 1-6 eingeteilt.
Das war´s erst mal mit dem Skifahren für heute. Der Bus karrte und wieder zurück zum Hotel, dort flogen alle noch auf ein paar fremden Zimmern herum und wurden dann gezwungen, wie auch die darauf folgenden Tage noch, nach dem Abendprogramm um ca. 22 Uhr ins Bett zu gehen.
Zweiter Tag: Alle fuhren wieder gemeinsam zum Roggenbogen. Die Gruppen 5 und 6 mussten wie am Vortag den Hügel mit den Skiern nach oben latschen und anschließend mit den Skilehrerinnen Frau Heid (das ist die Mama einer Schülerin) und Frau Schulz, die uns ja allen bekannt ist, versuchen runter zu fahren. Das gelang den meisten zwar schon am Vortag, aber wir sind trotzdem noch alle 5-8 m hingefallen.
Da hatten es die oberen Gruppen bedeutend besser. Sie durften Lift fahren und sind meistens nur an den blutigen Anfängern vorbeigeschossen. Am Abend sind wir dann fast alle ins Dorf gelaufen, um verschiedene Sachen (z. B. Getränke wie Cola, Fanta, Jim Beam, Bacardi usw.) zu kaufen. Außerdem sollten auf Anraten von Herrn Leber die "Raucher", um einem Verweis zu entgehen, unbedingt auch das Dorf aufsuchen, da auf den Zimmern und dem Balkon striktes Rauchverbot galt, was aber nicht alle mitgekriegt haben müssen.Seltsam war außerdem, dass einem Schüler, dessen Namen ich nicht nennen möchte, plötzlich vom Essen schlecht wurde und er sich übergeben musste.
Die folgenden Tage sind wir dann alle zum Schatzberg gefahren, wo wir atemberaubende Abfahrten herunterfahren mussten. Das stellte für viele ein sehr schwieriges Unterfangen dar. Für die erste Talfahrt haben die Gruppen 5 und 6 den ganzen Nachmittag gebraucht, doch das konnten wir bis zum Ende auch beachtlich steigern.
Was uns aber alle in Angst und Schrecken versetzte, war der Unfall von Stefan Eckardt. Er rammte sich einen Skistock genau in die Seite und wurde anschließend von einem Hubschrauber ins nächste Krankenhaus gebracht. Doch zum Glück stellte sich bis zum Abend heraus, dass ihm nichts weiter fehlte und er nur einen blauen Flecken davongetragen hatte. Zwei Tage später, am Freitag, kam Stefan wieder zu uns.
Das Abendprogramm des letzten Tages war bestimmt das amüsanteste, denn Herr Leber bereicherte dieses mit ein paar Spielen, die - wie er sagte - schon in seiner Kindheit gespielt wurden und der Urkundenverleih des
'Er und Sie'-Laufs. Jeder Urkundenbesitzer bekam ein Küsschen zur Belohnung auf die Wange.
Frau Schulz durften wir im Skikurs von einer ganz neuen Seite kennen lernen. Sie sagte nicht einmal: "Please open the windows and shut up now." Der Herr Kluge war im Skikurs immer zu einem Witzchen aufgelegt und fand besonders die Liebesbeziehung zwischen einer Schülerin der 8b und eines Schweinfurters amüsant. Herr Wesserle begeisterte uns alle mit seiner sportlichen Seite und ergänzte das Abendprogramm mit Videoaufnahmen, die uns zeigten, "wie" wir Skifahren.