Auch ohne Heimvorteil erneut unterfränkischer Meister im Schuljahr 2017/2018 !

Schulsanitätsdienstgruppe der Ignaz-Reder-Realschule Mellrichstadt verteidigt ihren unterfränkischen Titel beim Vergleichswettbewerb der Schulsanitätsdienstgruppen an Realschulen in Hammelburg.

Los ging die Vorbereitung schon vor einigen Monaten, nachdem der Organisator des Schulsanitätsdienstes Ralf Bötsch auf einer regionalen Fortbildung den ausgewählten Ort und den Termin des diesjährigen Vergleichswettbewerbs für die Schulsanitätsdienstgruppen erfuhr.

Natürlich waren die amtierenden unterfränkischen Meister aus Mellrichstadt voller Tatendrang und Eifer bei den wöchentlichen Treffen dabei, um ihren Titel von 2017 zu verteidigen. Zusammen mit ihrem Betreuer paukten sie das nötige Theoriewissen und fingen an, die wichtigsten Erste-Hilfe Maßnahmen einzustudieren. Von der letztjährigen Siegermannschaft waren noch zwei Mädels übriggeblieben, was natürlich für alle Neuen eine große Hilfe war. Von den beiden erfahrenen Mitschülerinnen zu lernen, ist viel mehr wert, als jede Hilfe und Theoriestunde von der betreuenden Lehrkraft.

In den letzten drei Wochen ging es dann richtig in die Wettbewerbsvorbereitung. Zusammen mit der Schulsanitätsdienstgruppe der Realschule Bad Königshofen und Herrn Stefan Bergmann (BRK Bad Neustadt) wurde jetzt nur noch speziell für den Wettbewerb geübt. Laut Aussagen der Schüler, war es für alle Beteiligten ein riesen Spaß, zusammen mit den Schülerinnen und Schülern aus Bad Königshofen zu trainieren.

Am Freitag, den 16.03.2018 war es dann endlich so weit. Zusammen mit den Kollegen aus Bad Königshofen ging es auf nach Hammelburg.

Für den Wettbewerb an der Realschule Hammelburg waren vorab 14 Realschulen aus ganz Unterfranken gemeldet. Mit dabei waren auch die favorisierten Gruppen der Realschulen Hammelburg, Arnstein und Bessenbach. In 10 Stationen wurde dann ab 9.30 Uhr theoretisches Wissen und das Know-How an drei praktischen Erste-Hilfe-Stationen bewertet.

Gegen 14.30 wurde es in der Aula der Realschule Hammelburg sehr still. Die Mitarbeiterin des Ministerialbeauftragten für Erste Hilfe Fr. RSK Elisabeth Stumpf verkündete die Ergebnisse. Verständlicherweise waren alle aus der Mellrichstädter Gruppe immer wieder aufs Neue froh, ihren Namen noch nicht zu hören. Als es dann nach einigen Minuten endlich um den zweiten Platz ging und der Name Realschule Arnstein fiel, war es für alle in der Gruppe klar. Wir haben gewonnen!

Frau RSK Stumpf wies am Ende der Veranstaltung noch auf den folgenden Landeswettbewerb in Osterhofen hin, für den sich die beiden Erstplatzierten somit qualifiziert haben.

An dieser Stelle möchten sich alle Mitglieder des Schulsanitätdienstes recht herzlich bei der Firma Reich aus Mellrichstadt für die Finanzierung der neuen Bekleidung bedanken. Weiterhin geht eine riesen Dankeschön an das Bayerische Rote Kreuz nach Bad Neustadt für die Bereitstellung der gesamten Übungsmaterialien. Ein besonderer Dank geht an Herrn Stefan Bergmann, der sich wieder die Zeit nahm, mit den Schulsanitätern die praktischen Stationen zu trainieren. Ein Dank auch an Frau StR (RS) Sarah Hoffmann, die aufgrund der Abwesenheit von Herrn Bötsch, die etwas aufgeregten Mädels aus Mellrichstadt und die Gruppe aus Bad Königshofen perfekt begleitet hat.

 

Alles in allem waren die letzten Monate für den Schulsanitätsdienst der Realschule Mellrichstadt und für ihren Betreuer eine richtig informative und schöne Zeit. Der Titelgewinn in Hammelburg rundet dies natürlich perfekt ab. Ein letzter abschließender Gedanke an diesem Tag war für alle - vielleicht lässt sich im Mai in Osterhofen der hervorragende 6. Platz vom letztjährigen Landesvergleich 2017 in Altötting noch einmal überbieten?

 

Wir drücken auf jeden Fall alle Daumen!

 

Realschüler nutzen den Heimvorteil und holen den Sieg im Schuljahr 2016/2017

Peter Federlein 03. April 2017

So sehen Sieger aus:
Die Schulsanitäter der Ignaz-Reder-Realschule mit ihren Betreuern sowie Realschuldirektor Ulrich Kluge (rechts)
und Schulsanitätsdienstleiter Ralf Bötsch (Zweiter von rechts). Foto: Peter Federlein

Schüler aus 13 unterfränkischen Schulen haben sich am Freitag beim zehnten Wettbewerb im Schulsanitätsdienst in der Oskar-Herbig-Halle beteiligt. Aus Lohr, Bad Kissingen, Eltmann, Höchberg, Bessenbach, Ochsenfurt, Arnstein, Bad Brückenau, Volkach, Bad Königshofen, Hammelburg und Marktheidenfeld haben sich die Schulsanitäter den nicht so einfachen Aufgaben gestellt. In zehn Sektionen wurde Wissen abgefragt und das Know-How bei praktischen Übungen bewertet. Weil der Spaß nicht zu kurz kommen sollte, ging es zudem über den Hindernis-Parcours bei den Blindekuh-Sanitätern und der Decken-Weitwurf kam auch nicht zu kurz.

 

Praktische Übungen und ein Quiz

Als praktische Übungen wurden Verletzungen wie Schnittwunden oder gar Fingeramputationen bewertet. Bei Herzdruckmassagen und Hilfeleistungen nach einem Sturz auf der Treppe entgingen den Schiedsrichtern vom Roten Kreuz keine Fehler. Auch mit theoretischem Wissen sowie Antworten bei einem Quiz haben die Schulsanitäter gepunktet.

Die optimale Vorbereitung durch Schulsanitätsleiter Ralf Bötsch, möglicherweise auch die gewohnte Umgebung, hat den Schulsanitätern der Mellrichstädter Ignaz-Reder-Realschule zu einem hohen Sieg verholfen. 185 von 200 möglichen Punkten haben die Mellrichstädter erreicht, gefolgt von der Realschule Hammelburg, die 171,5 Punkte erreichen konnten. Mit 169,5 Punkten konnten sich die Schüler der Realschule Bad Königshofen den dritten Platz sichern.

 

Beeindruckende Leistungen

Heinrich Eckl, stellvertretender Ministerialbeauftragter für Realschulen in Unterfranken, war beeindruckt von der Dienstbereitschaft und dem Können der Schulsanitäter. Gerd Schäfer, Fachmitarbeiter für Erste Hilfe beim Ministerialbeauftragten, dankte den Organisatoren für die Ausrichtung. Dankesworte richtete Schäfer, der die Siegerehrungen vornahm, auch an die Damen und Herren vom Roten Kreuz, die für die Bewertungen an den Sektionen zuständig waren. Schäfer wies noch auf den Landeswettbewerb hin, für den sich die beiden Erstplatzierten vom 14. bis 16. Juli in Altötting qualifiziert haben.

Gleichzeitig fand im Chemiesaal der Realschule eine Lehrerfortbildung zum Thema Erste Hilfe statt. Privatdozent Dr. med. Michael Dinkel, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt informierte unter anderem über die wiederbelebenden Maßnahmen bei der Herzdruck-Massage.

 

Schnelle Reanimation ist wichtig!

Dinkel, der in seiner Funktion als Landesvorsitzender im Bundesverband deutscher Anästhesisten in Bayern diese Fortbildung hielt, stellte die Kampagne „Leben retten. Prüfen – Rufen – Drücken“ vor. Die Reanimation durch Laien erachtet Dinkel als überaus wichtig.

Für Menschen, die einen Herzstillstand erleiden, zählt jede Sekunde. Überlebenschancen zu erhöhen, ist viel leichter als gedacht: Unter der Telefonnummer 112 gibt es Unterstützung. Damit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes keine wertvolle Zeit vergeht, sollte sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen werden, um den lebenswichtigen Blutkreislauf zu erhalten. Dabei kann man nur eines falsch machen: wegschauen und nichts unternehmen.

Dinkel wies auch auf die Internetseite www.einlebenretten.de hin, wo man sein Wissen auffrischen kann.